Zülichendorf, 28.10.2025 Peter Möller
Zülichendorf
Leserbrief zum Artikel „Radweg an der L80 endlich in Sicht“ vom 28.10.2025
Die L80 ist schon seit Jahrzehnten ein Risiko für Radfahrer. 2012 zog ich mit meiner Frau von Berlin nach Zülichendorf. Wir sind erfahrende Radfahrer, fuhren viel durch die große Stadt, immer unfallfrei. Aber was auf der L80 los ist, ist für Radfahrer höchstes Risiko dort zu fahren. Bei Problemen auf der Autobahn fahren LKW-Kolonnen auf der L80, auch um Mautkosten zu sparen. Auf einem Dorffest in Frankenförde, traf ich einen Bekannten, wir unterhielten uns viel über den fehlenden Radweg an der L80.
Es war gerade kurz vor einer Wahl. Die Parteiprogramme sämtlicher Parteien versprachen den Radweg, die Versprechungen hätten für viele Radwege gereicht. Aber es waren auch schon, viele Wahlen weiter …. Keine Aussicht auf Baubeginn. Immer die gleichen Versprechungen, alles Luftblasen, viele Lügen.
Der Verein „Schulradwege“ wurde gegründet, viele Fahrraddemos veranstaltet, kein Erfolg, es ist ein Kampf gegen Windmühlen, ich hätte nie geglaubt, dass es so viele Ausreden gibt, keinen Radweg zu bauen. Wir hätten versuchen sollen, eine Autobahn zu bauen, das hätte wohl besser geklappt. Und nun erklärt der für das Straßenwesen zuständige Betrieb: die Projektorganisation für das 2.Hj.: verläuft da alles nach Plan, könnte mit der technischen Planung 2026 begonnen werden. Und wenn nicht? Schmort das alles weitere 10 Jahre in einem Schreibtisch?
Warum soll mit der Planung erst jetzt begonnen werden, warum nicht schon vor 10 Jahren? Der fertige Plan wird dann abgerufen, wenn die Finanzmittel bereitstehen. Wer soll denn das alles glauben? Nun dauert das alles nochmal mindestens 10 Jahre bis Baubeginn!
Viele Fragen resultieren aus dieser Ankündigung:
1.
Warum musste erst ein Radfahrer sterben, um zuständige Mitarbeiter zu motivieren, die Prioritätenliste zu ändern bzw. den aktuellen Bedingungen anzupassen
2.
Aussage der Pressesprecherin des LS: „Wir befinden uns noch in der frühen Phase des Projekts“ ein Blick in die Prioritätenliste des LS sagt uns, diese Liste wurde im Jahr 2000 vom LS erstellt und nun sagt uns die Sprecherin, wir fangen doch schon an. Da hat wohl jemand 25 Jahre verschlafen.
3.
Wird das Projekt mit dem Landkreis PM abgestimmt? Haben die Anwohner ein Mitsprachrecht? Oder erfolgt die Planung nur am Schreibtisch?
Die Sicht auf einen Radweg an der L80 ist für mich stark getrübt, ob sich das in den nächsten Jahren ändern wird? Wenn weiterhin so schamlos von so vielen Personen, die hier das große Rad drehen, gelogen wird, nach den vielen negativen Erfahrungen, die ich hier gesammelt habe, bleibt für mich nur die Hoffnung.
Peter Möller